Geschichts- und Kulturverein Eving e.V.

Mittwoch, 8. Februar 2012..

 

 

 

 Foto: Geschichtsverein


Foto: Schaper

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Tanzen bei Tüttelmann (aus den Ruhr Nachrichten vom 14.06.08)

 

Bibliothek lädt ein ein: Eving in den 60ern / Hula Hoop und Kohlenstaub

Eng umschlungen tanzt das frisch verliebte Paar zu Roy Blacks Schmuselied „Ganz in Weiß“. Auch die Hollies drücken mit „He aint heavy, he‘s my Brother“ auf die Tränendrüsen. Und wer kennt nicht das Gekreische der Mädels aus den 60ern, wenn die Beatles die Bühne betraten?
Genau diese Zeit lässt die Bibliothek Eving am Samstag (28. Juni) wieder aufleben. „Hula Hoop und Kohlenstaub – Eving in den 60ern“ heißt die Veranstaltung.

Lesung 
Mit im Boot ist der Evinger Geschichtsverein mit einer Bilderausstellung und einem Dia-Vortrag von Klaus Berger. „Wir Kinder der 60er und 70er Jahre“ lautet der Titel des Buches von RN-Redakteur Oliver Volmerich, der um 18.30 Uhr liest. Und ab 19 Uhr geht auf der Dachterrasse der Bibliotkek die Post ab mit der Band Juke Box, die eben diese Hits aus den 60ern spielt. Nicht zu vergessen die Freiwillige Feuerwehr, die dafür sorgt, dass die Besucher nicht hungern und dürsten.
Eving früher: Geprägt natürlich von der Zeche Minister Stein. Die Menschen erholen sich in ihren Schrebergärten, die Kneipen florieren. Das Hallenbad wird gebaut, immer mehr Geschäfte eröffnen. Im Stadtwaldrestaurant Grävingholz und bei Malepatus an der Evinger Straße, im Lokal Zur Sonnenseite oder bei Tüttelmann an der Bergstraße trifft man sich zum Tanzen. Ulrich Kneisel, Willi Berger und Manfred Schlüter erinnern sich gut daran und auch an die Blütezeit von Minister Stein bis zur Schließung.
Alte Zeiten
 
Sie sehnen die alten Zeiten nicht mehr herbei, „denn aus dem Dreckloch Eving ist ein lebenswerter Stadtteil geworden, der sich nicht verstecken muss“, sagt Ulrich Kneisel. Aber er und seine Kollegen blicken trotzdem mit strahlenden Augen und vielen Anekdoten zurück: „Damals lagen die Menschen in den Fenstern. Jeder kannte jeden.“ Einige werden sich am Samstag (28.6.) auf der Dachterrasse wiedertreffen, neue werden hinzukommen.
„Eine Themenveranstaltung wie diese machen wir zum 10. Mal“, sagt Bibliotheksleitern Edda Benthaus. Und immer kamen rund 200 Besucher. „Beim Schottischen Abend im vergangenen Jahr waren es sogar noch weit mehr“, erinnert sich Dorothee Lindemann-Güthe, Geschäftsführerin des Stadtbezirksmarketings, das, wie die Sparkasse und das Kulturbüro, die Aktion unterstützt. Vor dem Haus am Evinger Platz 2-4 stimmt ein Oldtimerbus des Evinger Reisebüros die Gäste ein.